Räumungsklage eingereicht

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Da staunten wir nicht schlecht, als wir am Sonntag gegen 11 Uhr zur Schiff kamen und uns bereits zum Auslaufen machten. Auf unserer Badeplattform hatte sich gut versteckt ein Blässhuhn eingenistet und saß nun auf dem Gelege mit 8 Eiern.

Eine lautstarke Diskussion mit den nicht angemeldeten Untermietern begann und endete in wüsten Beschimpfungen. Nichts half, dass Blässhuhn blieb sitzen und weigerte sich standhaft.

Nach einer internen Besprechung, die mit Brainstorming begann brachte die Lösung. Erste Idee von mir: Rührei. Vom Familienrat einstimmig abgelehnt. Zweiter Vorschlag: In GSG9 Manier einen verdeckten Tauchangriff starten und das Nest nach Einsatz von Blendgranaten entfernen. Ebenfalls abgelehnt.

Ende vom Lied, wir werden das Nest in den Uferbereich verlegt. Die erste Hürde war das Blässhuhn von der Idee zu überzeugen. Sprachschwierigkeiten waren wohl schuld, denn eine freiwillige Räumung des Geleges oder sogar eine aktive Mithilfe vom Huhn war nicht zu erkennen.

Anke stürzte sich nun todesmutig die Leiter zur Badeplattform runter und schaffte es unter Einsatz ihres Lebens das Nest in eine Spülschüssel zu heben und an Land zu bringen, wo es im Schilfbereich einen neuen Platz fand. Geschafft!

Leinen los und ab dafür. Auf nach Boxmeer. Ein wunderbarer Tag auf der Maas begann. ImYachthafen Boxmeer angekommen, gönnten wir uns gegen 14:30 Uhr ein Mittagessen. In einem älteren Bericht hatte ich schon von den unglaublichen Preisen der Gastronomie gesprochen.

Ein frisch zubereiteter Hamburger mit zwei Scheiben Fleisch, Röstzwiebeln, Tomate, Gurke und einem Klex Kartoffelsalat kostet dort 1,75 € !!! Ein Bier € 1,-. Unglaublich. Jürgen hatte einen „Strammen Max“ mit zwei Scheiben Brot, Butter, Schinken, drei Eiern, Salat für € 2,50. Im Übrigen das teuerste Gericht auf der Karte! Hier ist die Welt des armen Bootsfahrers noch in Ordnung. Wenn wir nächstes Mal hierher kommen, werde ich Beweißfotos machen. Versprochen!

Gegen 16 Uhr, nachdem Gerrit genug geangelt hatte (ohne Harken), ging es zurück zu unserem Heimathafen. 2 Stunden Entspannung pur, bei schönstem Wetter und wenig Verkehr auf der Maas. Herrlich!

Bereits 30-50 Meter vor unserem Liegeplatz schoß plötzlich das Blässhuhnpärchen auf uns zu und enterten die Badeplattform. Das diese Tiere in der Lage sind ein Schiff wieder zu erkennen hätten wir nicht gedacht. Unglaublich!

Wildes Schnattern brachte wieder die Spülschüssel auf den Plan. Schnell in die Uferzone, dass Nest geholt und wieder auf die Badeplattform platziert. Ich glaube vom Blässhuhnvater ein leises Danke vernommen zu haben. Blässhuhn zufrieden, Familie zufrieden, Ruhe im Hafen.

Natürlich blieb die Aktion von den Liegeplatznachbarn nicht unbemerkt und mit netten Sprüchen und einem Augenzwinkern bedacht. Laut Internet brüten die Tiere ca. 21-25 Tage, danach sind die kleinen Nestflüchter.

Da wir in den nächsten drei Wochen nicht unterwegs sind, haben wir die Räumungsklage auf den 07.07.2012 datiert. Die Blässhühner waren einverstanden und haben unterschrieben. –ENDE-

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