Telekom in Eversael oder ’schnelles Internet‘ in Rheinberg

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Wer Lust hat oder vergleichbare Erfahrungen gemacht hat, darf sich an den nachfolgenden Zeilen erfreuen.

Mein Ärger und meine Tobsuchtsanfälle sind dem Sarkasmus und der Ironie gewichen 🙂

 

-Verschickt am 29.11.17 per Post an die Telekomzentrale Bonn
-Verschickt am 29.11.17 per Post an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom AG
-Veröffentlicht am 29.11. auf meiner Facebookseite
-Veröffentlicht am 29.11. auf der Facebookseite ‚telekom hilft- 🙂
-Veröffentlicht am 29.11. auf der Facebookseite der telekom AG
-Verschickt per mail am 29.11. an die RP Rheinberg  Update: Bericht am 02.12. veröffentlicht…
-Verschickt am 29.11. per Post an den WDR Köln (Drehtermin angefragt, von mir aber abgesagt (siehe mein Abschlußbericht unten angefügt)
– SAT 1 dreht am 04.12. bei und mit mir und sendet am gleichen Tag in den Nachrichten 17:30 Uhr.
-RP fasst nach und schreibt am 06.12. einen ‚Stand der Dinge‘

-09./10.12.2017 Internet und Festnetz funktioniert wieder.

 

Ich denke auch andere Bürger, insbersondere in ländlichen Gegenden haben vergleichbare Erfahrungen oder Probleme.
Hier ist auch die Verwaltung und Politik gefragt, wenn es um zukünftige Verhandlungen mit der Telekom geht.
 
 

mangelhafte Bedarfsanalyse

  1. a) zu wenige freie Ports;
  2. b) nach Fertigstellung des Ausbaus „schnelles Internet“, mussten nachträglich neue Leitungen mit höherer Kapazität verlegt und Gehwege erneut aufgerissen werden;

mangelhafte Kommunikation (Hier ist mein Fall sicherlich ein Paradebeispiel)

mangelhaftes Zeitmanagement

mangelhaftes Qualitätsmanagement (QM)

 

daher habe ich meinen Brief ebenso an die Stadt Rheinberg gesendet:

-Verschickt am 29.11. per Post an den Bürgermeister der Stadt Rheinberg
-Verschickt am 29.11. per Post an die CDU Fraktion im Stadtrat Rheinberg
-Verschickt am 29.11. per Post an die FDP Fraktion im Stadtrat Rheinberg
-Verschickt am 29.11. per Post an die SPD Fraktion im Stadtrat Rheinberg

Ob was passiert? Ich werde berichten.   siehe Abschlußbericht unten!!

 

 

Nachfolgend der Brief:

 

Deutsche Telekom AG
-Geschäftsleitung-
Friedrich-Ebert-Allee 140
53113 Bonn

                                                                                                                                             Rheinberg, 29.11.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe Ihnen hier kurz meine Erlebnisse und würde Sie herzlich einladen sich die Zeit zu nehmen, die Zeilen zu lesen und sich bestenfalls mit einer aussagekräftigen Antwort bei mir zu melden, damit ich verstehe, warum das passiert, was passiert.

Ich verspreche auch, dass ich mich kurz fasse und nur das Wesentliche zu Papier bringe.

Anfang 2017 hatten Sie begonnen unseren Ortsteil 47495 Rheinberg-Eversael mit dem ‚schnellen‘ Internet zu versorgen. Im Mai hatte ich bei Ihnen einen Vertrag über Telefon Festnetz und Internet abgeschlossen. Zu dieser Zeit hatte ich noch einen Festnetzanschluß bei vodafone (02843-903874).

Am gleichen Tag wurde mir per Mail von Ihnen der Auftragseingang bestätigt. Wenige Tage später die Umstellung für September 2ß17 angekündigt, da bis zu diesem Termin noch mein Vertrag bei vodafone laufen würde. Stimmt, alles richtig. Hatte seinerseits bei vodafone gekündigt, die mir die Kündigung zum Mitte September auch bestätigt haben. Soweit lief alles nach Plan.

Ab jetzt wird es spannend, halten Sie bitte durch und lesen Sie weiter. Danke!

Drei Tage, ich wiederhole mich gerne, drei Tage vor Umstellungstermin erhielt ich einen Anruf von Ihnen mit folgendem Inhalt: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir den Anschluß für sie nicht haben und den Auftrag stornieren müssen. Nichts schriftliches, einfach einen Anruf!

Jetzt stand ich da und mir fehlten die Worte. Was nun? Ich hangelte mich etliche Minuten durch Ihre Warteschleifen und Servicecenter. Dass dies ergebnislos blieb können Sie sich denken. Wie die Gespräche verliefen, spare ich mir hier, denn das wäre einen weiteren Brief wert.

Also Ergebnis: Kein Telefon, kein Internet bis heute!

Die Inhaberin vom Telekomladen in 47495 Rheinberg hat sich daraufhin für mich ins Zeug gelegt. Sehr sympathisch, nett, kompetent hat sie sich viel Zeit genommen und war um Aufklärung bemüht. Dafür mein Dank an Frau -xxx- und dies meine ich wirklich so und ist nicht sarkastisch oder ironisch gemeint!

Sind Sie noch dabei? Ja? Stark! Ich kann Sie aber noch nicht ganz entlassen, es geht weiter…

Es kam raus, dass ich wohl an dem neuen Verteilerkasten (der genau gegenüber von meinem Haus steht) einen Port bekommen könnte, aber es an der gerade neu verlegten Leitung vom Hauptkasten zu ‚meinem‘ Verteilerkasten liegen würde (Stichwort Leitungskapazität). O.K. dachte ich, dann wissen wir ja jetzt, woran es liegt.

Ich unterschrieb einen neuen Antrag für einen Festnetz-/Internetanschluß der in Ihr System eingestellt wurde und dort noch schlummert.

Fast zeitgleich (Mitte Oktober 2017) kam dann die Info von unserem Telekomladen, dass nun neue ‚stärkere‘ Leitungen verlegt werden, die dann die offensichtlich erhöhte und nicht zu erwartende Nachfrage nach einem ‚schnellen Internet‘ auffangen können und alle Kunden einen Anschluß bekommen.

Stark, dachte ich, jetzt läuft es. Die paar Tage oder Wochen schaffen wir auch noch ohne Telefon- und Internetanschluß.

Tatsächlich begannen dann die Kabelarbeiten, der Gehweg wurde erneut aufgerissen und die neuen angekündigten Leitungen zu unserem Anschlußkasten verlegt. Juhu! Jetzt geht das aber los!

Nun endet meine kleine Geschichte, denn Sie können sich vorstellen was passiert ist? Nichts! Genauer gesagt: Bei mir nichts, denn alle Nachbarn, die ein schnelles Internet wollten haben es mittlerweile.  Auch unser Telekomladen ist ratlos und konnte mir nicht mehr sagen.

An dieser Stelle nochmal kurz der Hinweis, dass wir noch immer keinen Anschluß haben und halten fest: Heute ist der 29.11.2017 und erinnern uns, begonnen hat diese Story im Mai!

Ich bitte Sie, liebe Telekom, mir eine aussagekräftige Antwort zukommen zu lassen, damit ich verstehen kann wo es bei mir ‚klemmt‘ oder mir bestenfalls einen verbindlichen Anschlußtermin zu nennen, gerne auch mit einer vorweihnachtlichen Entschuldigung.

Nun entlasse ich Sie in eine besinnliche Adventszeit und sage vielen Dank für’s ‚Zuhören‘.

Herzliche Grüße von einem (fast) Kunden, der sich zwischenzeitlich einen Internethotspot und eine Internetkarte bei O2 für schlappe € 45,-/Monat gönnt, um mit der großen weiten Welt kommunizieren zu können.

Ihr

Christian Zaloudek
aus Eversael –the middle of nowhere-

 

-update-

>KLICK Bericht in der Rheinischen Post vom 02.12.2017…

 

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Abschlußbericht zu meinen Telekomproblemen     11.12.2017

Technisch wurde die Aufgabe seitens der Telekom gelöst. Seit dem Wochenende (09/10.12.2017) funktioniert Internet und Festnetz wieder, was mich natürlich sehr freut.

Meine Vorstellungen einer angemessenen „Widergutmachung“/“Entschädigung“ für die ganzen Monate wurden leider nicht befriedigt. Hier reagiert die Telekom nicht so flexibel, wie ich es mir gewünscht und für angemessen gehalten hätte.

Erstattet werden (mündlich angekündigt) die Kosten des neuen Routers und eine einmal Gutschrift von € 100,-. Damit ist die Sache für die Telekom erledigt.

Eine persönliche, schriftliche Entschuldigung habe ich nicht erhalten, obwohl die Telekom ihre Fehler sowohl der Rheinischen Post, als auch SAT1 schriftlich zugegeben hat und sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt hat.

Mir wurde dies nur in der telefonischen Kommunikation durch einen Mitarbeiter kurz und knapp mitgeteilt. Von ‚höherer‘ Stelle herrscht Funkstille. Schade! Die Damen und Herren sitzen auf einem sehr hohen Ross ohne Fingerspitzengefühl.

Im Nachhinein ärgere ich mich über mich selber, da ich auch eine Anfrage vom WDR Fernsehen hatte, die ich aber nicht in Anspruch genommen habe und u.a. auf Facebook geschrieben hatte, dass ich der Telekom nun erstmal Luft zum Atmen lassen wollte.

 

Noch ein Satz zu unserer Stadt Rheinberg, die von mir ebenfalls informiert wurde. Alle Fraktionen (außer die Grünen) und unser Bürgermeister wurden per Brief, persönlich angeschrieben.

Die politischen Fraktionen und die Verwaltung (Bürgermeister) sollte(n) erfahren, welche Probleme beim Internetausbau in unseren Gemeinden entstehen, um dies bei weiteren Verhandlungen mit der Telekom anbringen zu können. Schließlich haben mich viele Zuschriften und Telefonate von anderen Bürgern erreicht, die ebenfalls Probleme haben oder hatten.

Stichwörter hier sind:

mangelhafte Bedarfsanalyse

  1. a) zu wenige freie Ports;
  2. b) nach Fertigstellung des Ausbaus „schnelles Internet“, mussten nachträglich neue Leitungen mit höherer Kapazität verlegt und Gehwege erneut aufgerissen werden;

mangelhafte Kommunikation (Hier ist mein Fall sicherlich ein Paradebeispiel)

mangelhaftes Zeitmanagement

mangelhaftes Qualitätsmanagement (QM)

Stand heute: Keine Rückmeldung, aber für mich auch nicht erste Priorität, trotzdem Schade!

 

Ganz zum Schluß noch ein Hinweis beim Umgang mit Monopolisten, wenn man als kleiner Bürger Probleme hat und im Stich gelassen wird.

Wendet Euch an die Presse. Schreibt Eure Probleme sachlich und halbwegs ‚ausformuliert‘ an unsere Pressevertreter. Sie benötigen ein wenig ‚Futter‘, um im Tagesgeschäft auf Euer Problem aufmerksam zu werden. Einfach zu schreien: Ich habe Probleme mit XY reicht nicht.

Ist die Presse wie bei mir einmal mit im Boot, wird es ein Selbstläufer und der Monopolist reagiert schneller als Usain Bolt auf 100m rennt. Ohne die Presse im Rücken hätte ich es nicht geschafft! Dafür ein dickes, sehr dickes Dankeschön an die Rheinische Post (Redaktion Rheinberg)!

Herzliche Grüße

Christian (Zalu)

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